Mikrofone

Innerhalb einer PA – Anlage oder auch im Studio bilden alle beteiligten Audiogeräte – vom Mikrofon bis zum Lautsprecher – eine Signalkette.
Hier gilt wie überall: eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.
Die Komponenten einer Audio-, bzw. Übertragungsanlage sollten daher qualitativ aufeinander abgestimmt sein, wobei das vor allem für das Mikrofon gilt, das grundsätzlich schon das schwächste Glied in der Signalkette „Mikrofon  Lautsprecher“ darstellt.
Betrachtet man das Übertragungsverhalten der einzelnen Geräte einmal näher, so lassen sich leicht prinzipielle Unterschiede erkennen.
Es ist auffällig, dass beispielsweise Endstufen, Mischpulte oder Effektgeräte einen guten bis sehr guten Frequenzgang haben.
Die Abweichungen vom Ideal einer glatten Linie liegen in der Größenordnung von etwa 0,5 bis 1,0 dB und damit an der Grenze des Hörbaren.
Anders verhält es sich mit Mikrofonen und Lautsprechern. Hier sind die Differenzen weitaus größer, wobei der Lautsprecher mit seinen starken Resonanzen und tiefen Kerben im Frequenzgang vergleichsweise am schlechtesten abschneidet.
Dieses bestätigt sich auch in der Praxis.
Bei Mischpulten sind im Gegensatz zu Lautsprechern und Mikrofonen die hörbaren Klangunterschiede doch recht gering.
Zwar können die größeren Mischpulte in der Regel mit mehr Bedienungskomfort und Schaltmöglichkeiten aufwarten, aber im Klang ist ein einfacher 12-Kanalmischer nur bei direktem A/B-Vergleich von einem teuren Mischpult zu unterscheiden.
Natürlich rauschen die preiswerteren Mixer mehr.
Auch bei den Endstufen gibt es nur relativ geringe Klangunterschiede.
Die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale liegen wohl in den verfügbaren Leistungen, im Impulsverhalten bei tiefen Frequenzen oder in der Betriebssicherheit, ein gewiss nicht unwesentlicher Faktor.
All diesen Geräten gemeinsam ist, dass sie – vom Eingang bis zum Ausgang betrachtet – ausschließlich elektrische Signale verarbeiten.
Die Herstellung von Geräten, die das in guter Qualität bewerkstelligen, bereitet heutzutage keine großen technischen Schwierigkeiten.
Anders jedoch bei Lautsprechern und Mikrofonen: Ein Mikrofon bekommt ein akustisches Eingangssignal (Schallwellen), das es in ein elektrisches Ausgangssignal (Wechselspannung) umwandeln soll.
Beim Lautsprecher ist es genau umgekehrt: Er soll aus dem elektrischen Signal Schallwellen erzeugen.
Lautsprecher und Mikrofonen werden daher auch als elektroakustische Wandler bezeichnet.
Genau diese Übertragungsglieder bilden auch die Schwachstellen in der gesamten Signalkette.
Wandler haben im Gegensatz zu den anderen rein elektrisch arbeitenden Geräten einen vergleichsweise welligen Frequenzgang, einen hohen Klirrfaktor und ein schlechtes Impulsverhalten.
Die Qualität von Mikrofonen und Lautsprechern sollte daher am meisten beachtet werden.
Was nützt beispielsweise das edelste Mischpult, wenn bereits das Eingangssignal durch ein minderwertiges Mikrofon (oder dessen ungünstige Positionierung) nicht in Ordnung ist.

Logische Schlussfolgerung: Wer Spaß an seiner PA-Anlage haben will, sollte unbedingt in gute Mikrofone und Lautsprecher investieren.

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